Gehäuselager und Gehäuseeinheiten

Gehäuselager sind fertig vormontierte Lagereinheiten und stellen eine wirtschaftliche und einfache Möglichkeit für die Lagerung von Wellen dar.

Auf Grund Ihrer Bauart:

  • Lagereinsatz mit balligem (kugelförmigem) Außenring und einem Lagergehäuse

eignen sie sich hervorragend zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern. Ihre kompakte Bauweise stellt zudem für viele Anwendungen in schwierigen und rauen Umgebungsbedingungen eine kostengünstige und montagefreundliche Lagerungslösung dar, da sie direkt auf dem Maschinenträger montiert werden können und geringe Genauigkeitsansprüche an die Anschlusskonstruktion stellen.
Somit finden sich Gehäuselager häufig in der Förder- und Transporttechnik, dem Landmaschinenbau, in Holzbearbeitungsmaschinen oder Maschinen und Anlagen für die Nahrungsmittelindustrie.

Dem Anwender steht hierbei ein breites Spektrum ein- und zweiteiliger Gehäuselager zur Verfügung.
Die Lagergehäuse der einteiligen Gehäuselager werden je nach Einsatzzweck aus unterschiedlichsten Materialien wie Grauguss, Leichtmetallguss, Kunststoff, Stahlblech oder nichtrostendem Stahl gefertigt.

Gehäuseformen einteiliger Gehäuselager sind z. B.:

  • Stehlager, 
  • Flanschlager mit 4 Befestigungslöchern (quadratischer Form),
  • Flanschlager mit 2 Befestigungslöchern (ovale Form), 
  • Spannlager

Die zweiteiligen Lagergehäuse sind überwiegend aus Grauguss und für schwer beanspruchte Anwendungen.

Das baukastenartige Kombinationssystem der unterschiedlichen Lagereinsätze, Abdichtungs- und Befestigungssysteme bietet zudem enorme Auswahlmöglichkeiten.

Das Bezeichnungsschema der Gehäuselager unterscheidet sich dabei herstellerabhängig, da es keine einheitlichen Vorsetzzeichen wie bei Kugel- oder Rollenlagern gibt.