Vierpunktlager

Die Vierpunktlager sind eine Sonderform der einreihigen Schrägkugellager und können auf Grund ihrer hohen Laufbahnschultern und der großen Kugelanzahl nach beiden Seiten hohe axiale Kräfte aufnehmen. Dagegen ist ihre Fähigkeit zur Aufnahme radialer Kräfte gering. Eine axiale Mindestbelastung ist notwendig um eine geringe Reibung (gerade bei hohen Drehzahlen) zu erreichen.

Merkmale

Vierpunktlager bis Ø 710 mm Bohrungsdurchmesser.

Vierpunktlager gibt es in zwei verschiedenen Ausführungsarten:

  • QJ - mit geteiltem Innenring und einem Druckwinkel von 35°
  • Q - mit geteiltem Außenring und einem Druckwinkel von 23°

Durch die geteilten Innen- bzw. Außenringe kann eine große Zahl von Kugeln untergebracht werden. Zudem sind die Lager montagefreundlich, da der jeweilige Ring (Außen- oder Innenring) mit dem Kugelkranz und die jeweiligen Ringhälften getrennt eingebaut werden. Die Winkeleinstellbarkeit ist sehr gering.

Vierpunktlager werden in der Standardausführung mit der Lagerluft normal (C0 oder CN – kein der Lagerbezeichnung angehängtes Nachsetzeichen) gefertigt.

Die Vierpunktlager werden mit Messing-Massivkäfigen oder mit Kunststoffkäfig (glasfaserverstärktes Polyamid 66) gefertigt. Bei Verwendung der Lager mit Kunststoffkäfig beträgt die Einsatztemperatur max. + 120 °C.

Vierpunktlager sind in der Standardausführung so wärmebehandelt, daß sie in der Regel bis max. + 150 °C und Lager über Ø 120 mm Außendurchmesser bis zu + 200°C maßstabil sind. Ebenfalls ist bei Lagern mit Kunststoffkäfigen die zulässige Betriebstemperatur zu beachten.